Bleiben Sie auf dem Laufenden

Hier erfahren Sie die Neuigkeiten rund um das Energetische Bauen und Sanieren.

Bei Bedarf informiere ich Sie gerne eingehender über die Themen.

 

Beteiligung der Energieberater bei der neuen Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)

 

Die Energieberater werden auch zukünftig eine entscheidende Rolle in der Förderung spielen. Durch eine weitere Verbesserung der Förderanreize gerade auch in diesem Bereich wollen wir eine noch intensivere Einbindung der Expertise der Energieberaterinnen und Energieberater in der Praxis vor Ort erreichen. Die Förderung für Fachplanung und Baubegleitung kann künftig in den Teilprogrammen direkt mit beantragt werden und wurde für größere Gebäude, z. B. Mehrfamilienhäuser mit mehreren Wohneinheiten, deutlich verbessert.

 

Zum Beispiel:

Fachplanung und Baubegleitung im Zusammenhang mit einer - Einzelmaßnahme: 50 Prozent

Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)

 

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) besteht aus drei Teilprogrammen:

    BEG WG = Vollsanierung oder Neubau von Wohngebäuden

    BEG NWG = Vollsanierung oder Neubau von Nichtwohngebäuden

    BEG EM = Einzelmaßnahmen an Wohn- oder Nichtwohngebäuden

 

Alle Programme sollen jeweils in einer Zuschuss- (beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle - BAFA) und einer Kreditvariante (bei der KfW) angeboten werden.

 

Wann soll die neue BEG starten?

Die BEG EM (für Einzelmaßnahmen) wird im Januar 2021 in der Zuschussvariante beim BAFA starten. Die BEG NWG und BEG WG (Zuschuss- und Kreditvariante) sowie die BEG EM in der Kreditvariante sind zur Durchführung durch die KfW für den Sommer 2021 geplant.

 

Die Fördersätze in den bestehenden Programmen wurden bereits im Januar 2020 an die für die BEG geplante Höhe angepasst. Die Fördersätze BEG werden daher den bisherigen Fördersätzen entsprechen.

 

Im Zuge der BEG EM werden ab dem 01.01.2021 folgende Einzelmaßnahmen mit folgenden Zuschüssen gefördert:

 

- Maßnahmen an der Gebäudehülle (bspw. Dämmung Außenwände, Dachflächen, Austausch von Türen und Fenstern): 20 Prozent

- Anlagentechnik (bspw. Einbau und Austausch oder Optimierung raumlufttechnischer Anlagen, Einbau digitaler Systeme zur Verbrauchsoptimierung): 20 Prozent

- Erneuerbare Energien für Heizungen (bspw. Wärmepumpen, Biomasseanlagen, Hybridheizungen oder Solarthermieanlagen): 20 bis 45 Prozent

- Maßnahmen zur Heizungsoptimierung (bspw. hydraulischer Abgleich einschließlich Austausch von Heizungspumpen): 20 Prozent

 - Fachplanung und Baubegleitung im Zusammenhang mit einer Einzelmaßnahme: 50 Prozent

Gebäudeenergiegesetz (GEG)

 

Das neue Gebäudeenergiegesetz GEG tritt am 1. November 2020 in Kraft. Das bisherige Energieeinsparungsgesetz (EnEG), die bisherige Energieeinsparverordnung (EnEV) und das bisherige Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) treten mit dem Inkrafttreten des GEG außer Kraft.

 

Wesentliche Neuerungen:

 

Eingeführt wird ein neues gleichwertiges Verfahren zum Nachweis der Einhaltung der energetischen Anforderungen bei der Errichtung von Wohngebäuden (sogenanntes Modellgebäudeverfahren für Wohngebäude).

 

Neu ist ferner, dass die beim Neubau bestehende Pflicht zur Nutzung erneuerbarer Energien künftig auch durch die Nutzung von gebäudenah erzeugtem Strom aus erneuerbaren Energien erfüllt werden kann.

 

Neu sind auch Flexibilisierungsoptionen bei der Erfüllung der energetischen Neubaustandards. Diese betreffen insbesondere die Anrechnungsmöglichkeiten von gebäudenah erzeugtem Strom aus erneuerbaren Energien sowie von gasförmiger Biomasse bei der energetischen Bilanzierung.

 

Die bei der Berechnung des zulässigen Jahres-Primärenergiebedarfs zu verwendenden Primärenergiefaktoren werden nun direkt im GEG geregelt. Dies erhöht die Transparenz und Nachvollziehbarkeit der Primärenergiefaktoren für Bauherren und Eigentümer.

 

Neu ist zudem die Einführung einer befristeten Innovationsklausel. Diese ermöglicht jeweils in Einzelfällen zweierlei.

 

Zum einen wird es bis Ende 2023 möglich sein, durch eine Befreiung durch die zuständige Behörde die nach dem GEG erforderlichen Anforderungen anstelle über die Hauptanforderung des zulässigen Jahres-Primärenergiebedarfs über ein auf die Begrenzung der Treibhausgasemissionen ausgerichtetes System und den zulässigen Jahres-Endenergiebedarf nachzuweisen, soweit die Gleichwertigkeit der Anforderungen gegeben ist.

 

Zum zweiten wird es bis Ende 2025 ermöglicht, bei Änderungen von bestehenden Gebäuden die Einhaltung der Anforderungen über eine gemeinsame Erfüllung im Quartier, also eine Gebäudemehrheit, sicherzustellen. Diese Regelung sowie die Möglichkeit von Vereinbarungen über eine gemeinsame Wärmeversorgung im Quartier dienen der Stärkung von quartiersbezogenen Konzepten.

 

Das GEG setzt damit neue Impulse zur Nutzung innovativer Ansätze beim energieeffizienten Bauen.

 

Neu ist des Weiteren, dass die sich aus dem Primärenergiebedarf oder Primärenergieverbrauch ergebenden Kohlendioxidemissionen eines Gebäudes künftig zusätzlich in Energieausweisen anzugeben sind. Damit enthält ein Energieausweis zusätzliche Informationen, die die Klimawirkung berücksichtigen.

 

Normiert wurde zudem eine Regelung zur Einschränkung des Einbaus neuer Ölheizungen ab dem Jahr 2026 nach den Maßgaben in den Eckpunkten für das Klimaschutzprogramm 2030. Diese Regelung gilt ab 2026 gleichermaßen für den Einbau von neuen, mit festen fossilen Brennstoffen beschickten Heizkesseln (Kohleheizungen).

 

Ebenfalls gemäß den Maßgaben im Klimaschutzprogramm 2030 wurde in den Fällen des Verkaufs und bei bestimmten größeren Sanierungen von Ein- und Zweifamilienhäusern eine obligatorische energetische Beratung des Käufers bzw. Eigentümers verankert.

 

Mit dem Gebäudeenergiegesetz werden auch die Vollzugsregelungen verbessert. So wurde eine sogenannte Erfüllungserklärung bei Neubauten und bestimmten größeren Sanierungen im Gebäudebestand eingeführt.

Bundesförderung für Energieberatungen für Wohngebäude

 

Zum 01.02.2020 tritt die „Richtlinie für die Bundesförderung für Energieberatungen von Wohngebäuden (Vor-Ort-Beratung, individueller Sanierungsfahrplan)“ in einer überarbeiteten Fassung in Kraft.
Erhöhung der Zuschüsse zum 01.02.2020 mit 1.300 € Zuschuss für Ein- und Zweifamilienhäuser und 1.700 Euro für Wohngebäude mit mehr als drei Wohneinheiten.

Informationen der KfW zur Änderung der Gebäudeförderung zum 01.01.2020

 

Vor dem Hintergrund der Klimabeschlüsse der Bundesregierung wurden zum 01.01.2020 die im Folgenden aufgeführten Produktänderungen umgesetzt. Der politische Entscheidungsprozess zur steuerlichen Förderung wurde erst am 20.12.2019 abgeschlossen.

 

Anpassung der Heizungsförderung zum 01.01.2020 in den Produkten Energieeffizient Bauen und Sanieren (151/152, 153, 430)

 

Die Förderung von Öl-Brennwertkesseln, Gas-Brennwertkesseln sowie Hybridheizungen als Einzelmaßnahme (151/152) wurde eingestellt.

Heizungsanlagen werden für Wohngebäude seit dem 01.01.2020 als Einzelmaßnahme nur noch beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gefördert.

 

Die Verwendungszwecke "Heizungspaket" und "Lüftungspaket" wurden ebenfalls eingestellt. Die Verwendungszwecke "Anschluss an Fern-, Nahwärmeversorgung" und "Optimierung des Heizungssystems" werden fortgeführt.

 

Bei der Sanierung zum KfW-Effizienzhaus (151/430) werden Wärmeerzeuger auf Basis des Energieträgers Öl (z. B. Öl-Brennwertkessel) nicht mehr gefördert. Unabhängig davon müssen Wärmeerzeuger auf Basis des Energieträgers Öl weiterhin bei der energetischen Berechnung für ein KfW-Effizienzhaus berücksichtigt werden.

 

Der Neubau von Wohngebäuden (153) wird nicht mehr gefördert, wenn ein Wärmeerzeuger auf Basis des Energieträgers Öl  (z. B. Öl-Brennwertkessel) eingebaut wird.

Die Änderungen gelten für wohnwirtschaftliche Kreditanträge, die ab dem 01.01.2020 bei der KfW eingehen.

 

Es gibt keine Änderungen der Förderung für Brennstoffzellen (433) und für die Baubegleitung (431).

EnEV 2014: Neue Regeln seit 01.01.2016 für Neubauten

 

Um den Energiestandard von Neubauten weiter zu erhöhen, wurden in der letzten Novellierung der EnEV Verschärfungen festgelegt, die nun zum 01.01.2016 in Kraft getreten sind. Umgangssprachlich wird daher häufig von der „EnEV 2016“ gesprochen

 

Zum Jahreswechsel 2015/2016 sinkt der maximal zulässige Jahres-Primärenergiebedarf für Neubauten um 25 %. Zugleich steigen die Anforderungen an die energetische Qualität der Gebäudehülle, denn durch eine veränderte Nachweismethode sollen die Transmissionswärmeverluste um ca. 20 % vermindert werden. Somit wurde das KfW-Effizienzhaus 70 praktisch zum Mindeststandard der Energieeinsparverordnung deklariert. Werden diese Anforderungen missachtet, drohen gemäß § 27 Abs. 1 der EnEV Bußgelder von bis zu 50.000 Euro!